Ich wünsche allen Besuchern viel Spaß beim stöbern durch meinen Bücher-Blog.

Auf diesem werde ich die verschiedenen Rezensionen von
Büchern/Hörbüchern veröffentlichten, die ich selbst gelesen/gehört habe
oder gemeinsam mit meiner 6 jährigen Tochter.

[Interview] Autorin Bettina Szrama

Hallo meine lieben Blogleser,

heute möchte ich euch ein weitere Interview zeigen. Ich konnte es mit der Autorin Bettina Szrama führen. Wir haben und zwar noch nicht persönlich kennen gelernt, aber wir haben einen sehr netten E-Mail Kontakt und da freut es mich natürlich um so mehr, dass Sie mir den Wunsch nach einem Interview erfüllt hat. Dieses möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten und bevor ich zum Interview komme, stelle ich auch aber noch schnell die Autorin vor.

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Bettina Szrama,
geboren 1952 in Meißen, absolvierte ein Literaturstudium an der Axel Andersson Akademie in Hamburg. Danach war sie als Journalistin für diverse Regionalzeitungen und Tierzeitschriften tätig, seit 1994 veröffentlicht sie auch im belletristischen Bereich. Sie ist Mitglied im „Verband deutscher Schriftsteller“ und bei Quo Vadis, dem „Autorenkreis Historischer Roman“. (Quelle: Buch “Der Henker von Lemgo”)

1. Wie sind Sie zum Schreiben gekommen?
Ich war viele Jahre im Pferdesport beschäftigt und genau an meinem vierzigsten Geburtstag begann ich über das Leben nachzudenken. Reiten und schwere körperliche Arbeit konnte man nicht ewig machen. Das Alter würde irgendwann Grenzen setzen und da fiel mir ein, dass ich in Deutsch und Geschichte schon in der Schule ein Ass war. Also schrieb ich eine Geschichte. Natürlich über Pferde und die kam auch gleich in die Zeitung. Daraufhin wurde mir ein Studium im Schriftstellerbereich angeboten und ich griff zu. Bereits 1995 schrieb ich meinen ersten Roman über einen Hund, einen Boxer, der mit Einzug des Internets sogar im fernen Australien gelesen wurde. Er war mein Eintritt in das Leben eines Autors und Schriftstellers. Danach ging es Schlag auf Schlag. Geschichten für Tierzeitschriften und Romane aller Genres folgten.

2. Wie lange arbeiten Sie im Durchschnitt an einem Buch, bis es fertig gestellt ist?
Das ist unterschiedlich. Für den „Henker von Lemgo“ habe ich drei Jahre gebraucht. Aber hier habe ich auch sehr gründlich und lange recherchiert, da ich mich zum ersten Mal im 17. Jahrhundert bewegte. Nach drei Veröffentlichungen dauert eine Recherche bei mir nicht mehr so lange. Das 17. Jahrhundert liegt mir und mittlerweile reicht ein Jahr für Recherche und Schreiben.

3. Wo schreiben Sie am liebsten und was benutzen Sie dazu (Stift, PC oder Schreibmaschine)?
Natürlich in meinem Büro Zuhause im Grünen und am PC, da ich auch noch während dem Schreiben recherchiere.

4. Haben Sie eine bestimmte Tageszeit zu der Sie am liebsten und und besten schreiben können?
Von 11 Uhr bis 16 Uhr ist bei mir die Zeit, wo mich die Muse küsst. Ich habe auch schon am Abend geschrieben aber das klappt nicht so gut.

5. Wie kommen Sie auf die Geschichte in Ihren Büchern? Lassen Sie sich dabei durch andere Bücher oder sogar Filme inspirieren?
Auf die Idee überhaupt einen historischen Roman zu schreiben, kam ich in Lemgo. Ich war von dieser alten schönen Hansestadt so fasziniert, besonders das prachtvolle Scharfrichterhaus hatte es mir angetan, dass ich unbedingt erfahren wollte wer dieser Nachrichter war, der sich einen solchen Lebensstil leisten konnte. Ansonsten suche ich mir Themen, die nicht jeder Autor aufgreift, die etwas im Unbekannten liegen. So habe ich Gesche Gottfried gefunden, Die Giftmischerin und auch den Raubmörder Jaspar Hanebuth. Oftmals finde ich einen Hinweis in alten Zeitschriften oder im Internet und wenn ich dann sozusagen Blut geleckt habe, begebe ich mich auf gründliche Recherche. Ich habe aber auch noch einen Roman in Petto, wozu mich ein Gemälde inspirierte.

6. Welches Genre bevorzugen Sie in Ihren Büchern (Fantasy, Krimi usw.)?
Zurzeit die Historie. Aber ich würde gern einmal einen Fantasy Roman schreiben.

7. Sind die Charaktere in Ihren Büchern fiktiv oder sind sie lebenden Personen nachempfunden?
Sie sind immer den einst lebenden Personen nachempfunden.

8. Wie sind Sie an Ihren Verlag gekommen und welches war ihr erstes Buch?
Verlag und Agentur haben mich beide gleichzeitig gefunden. Schuld daran war „Die Giftmischerin“.
Mein erstes Buch, die tragische Hundegeschichte „Trull“ habe ich in Unwissenheit falsch verlegt. Erst das Internet, wo ich es dann selbst verlegte, verhalf dem Roman zu einem blendenden Erfolg. Bevor ich aber gefunden wurde, habe ich unzählige Bewerbungen und Manuskripte an Verlage verschickt lange ohne Erfolg.

9. Welches war/ist Ihr bisher erfolgreichstes Buch?
„Die Giftmischerin“ Die Geschichte der Bremer Giftmörderin Gesche Gottfried. Aber auch „Der Henker von Lemgo“ scheint ein Erfolgsroman zu werden.

10. Wie viele Seiten schaffen Sie so im Durchschnitt an einem Tag zu schreiben?
Na, so zwischen 5 und 10 Seiten. Ich bin ein langsamer Schreiber. Gehe viel zurück und überarbeite viel.

11. Was machen Sie, wenn Sie gerade eine Schreibblockade haben?
Hatte ich noch nicht. Nur die Angst, dass ich den Abgabetermin nicht schaffe, die sitzt mir manchmal ganz schön im Nacken.

12. Wer darf Ihr Buch als erstes lesen und wann zeigen Sie es zum ersten Mal jemanden?
Ich gebe es fremden Testlesern. Allerdings nur denen, die ich gut kenne. Auch meine Freundin darf lesen.

13. Wie kritisch sind Sie mit Ihren eigenen Büchern? Gefallen Ihnen alle Bücher, die Sie geschrieben haben?
Ich bin sehr kritisch. Wenn ich das gedruckte Werk in Händen halte, traue ich mir kaum, es zu lesen, weil ich weiß wie viele Fehler ich dann finde und ich sage zu mir, diese oder jene Stelle hättest du vielleicht besser schreiben können. Aber beim Henker von Lemgo, da finde auch ich nichts zu beanstanden. Diese Geschichte gefällt mir so wie ich sie geschrieben habe. Besser hätte ich sie nicht schreiben können.

14. Wann können wir ein neues Buch von Ihnen erwarten und haben Sie dafür schon einen Titel?
Im Herbst 2012 wird im Emons-Verlag wieder ein historischer Roman von mir erscheinen. Der Arbeitstitel lautet „Das Mirakel von Köln“ und es ist ein Krimi. Auch hier geht es um eine Hexe, eine junge Frau, die sich auf die Gefahr hin, dass sie verbrannt wird, zweimal selbst der Hexerei anklagt und die gesamte Kölner Obrigkeit mit hineinzieht, bis sie Angst vor ihr bekommt. Die Ursachen liegen in einem bekannten Kölner Kloster und es ist der Rachefeldzug einer mutigen Frau.

15. Möchten Sie noch etwas an meine Blogleser richten, was unbedingt noch gesagt werden muss? Wenn ja, dann haben Sie hiermit die Möglichkeit, diesen Platz zu nutzen.
Schreiben und sich Geschichten ausdenken ist die schönste Sache der Welt. Aber man muss wissen, dass es keine Reichtümer bringt und man Durchhaltevermögen und viel Disziplin dafür braucht. Aber wer wirklich den eisernen Willen hat zu Schreiben und nicht am Klischee des einstigen „Schriftstellers“ festhält, der kann und wird es schaffen. Nicht aufgeben immer an sich selbst glauben! Bis zum Erfolg ist es ein langer und harter Weg.

ENDE

Und hiermit möchte ich mich rechtherzlich bei Bettina bedanken, dass Sie sich die Mühe gemacht hat mir meine Fragen so ausführlich zu beantworten. Deinen Antworten sind sehr gut und gefallen mir. Smiley Vielen lieben Dank dafür und ich bin auf dein neustes Projekt gespannt.

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