Ich wünsche allen Besuchern viel Spaß beim stöbern durch meinen Bücher-Blog.

Auf diesem werde ich die verschiedenen Rezensionen von
Büchern/Hörbüchern veröffentlichten, die ich selbst gelesen/gehört habe
oder gemeinsam mit meiner 6 jährigen Tochter.

Beiträge getaggt ‘Interview’

Hallo meine lieben Blogleser,

heute möchte ich euch darüber informieren, dass gerade ein neues Interview online gegangen ist. Die Autorin Bettina Szrama hat mir freundlicherweise meine Fragen beantwortet und dieses Interview möchte ich euch nun auch näher bringen. Damit ihr nicht lange suchen müsst, gebe ich euch hier natürlich noch schnell den Link. Ich wünsche euch viel Spaß beim lesen.

Interview Autorin Bettina Szrama

Signatur neu

Hallo meine lieben Blogleser,

heute darf ich euch mein erstes Interview vorstellen. Die Autorin Susanne Gerdom hat mir ein paar Fragen beantwortet und ich möchte euch an Ihren Antworten teilhaben lassen. Ich habe die Autorin über E-Mail kennenlernen dürfen, da ich Ihr Buch „Der Nebelkönig“ gelesen und rezensiert habe und Sie ist so freundlich gewesen mir meinen Wunsch nach einem Interview mit Ihr zu erfüllen. Möchte mich hiermit bei Ihr dafür auch  nochmals ganz herzlich bedanken.

Nun will ich euch diese Antworten aber nicht länger vorenthalten. Hier kommen sie also:

Susanne Gerdom,
1958 geboren, ist am Niederrhein in Rheinhausen aufgewachsen, wo sie  auch zur Schule ging. Nachdem sie ihre Lehre als Buchhändlerin abgeschlossen hatte, beschäftigte sie sich mit dem Theater und verbrachte einige Jahre als Schauspielerin und Regisseurin in Düsseldor. Später begann sie Fantasy und Science-Fiction zu schreiben. Im Roman „Anidas Prophezeihung“, Auftrakt zu ihrem märchenhaften Andi-Trilogie, wurde als Fantasy-Entdeckung des Jahres 2003 gefeiert. Sie lebt und arbeitet seit 2008 wieder im linken Niederrhein.
www.susannegerdom.de
(Quelle: aus dem Buch „Der Nebelkönig“)

1. Wie sind Sie zum Schreiben gekommen?
Während meiner Zeit als Schauspielerin/Regisseurin im freien Theater hat meine damalige Regieassistentin einen Roman geschrieben – Fantasy – und mir zu lesen gegeben. Ich fand ihn ziemlich gut, hab aber die ganze Zeit gedacht: He, das kann ich auch! (Und das, obwohl ich aus meiner Schulzeit einen echten „Schreibdefekt“ mitgenommen hatte, ich war der festen Überzeugung, nichts Fiktionales schreiben zu können, mich haben schon schlichte Aufsätze überfordert. Wahrscheinlich, weil ich mich hätte kurz fassen müssen. (c:)

Ich habe mich dann also hingesetzt und auf einer dieser vorsintflutlichen Schreibmaschinen (immerhin schon mit Display und Diskettenlaufwerk) mein erstes Manuskript geschrieben. Vier-Finger-Suchsystem. Ohne jeden Plan, wie so was geht, kein Aufbau, keine Ahnung von Dramaturgie, aber eine ungeheure Menge an Ideen, viel Begeisterung und Spaß. Das Manuskript war nach drei Monaten geschrieben, und Heyne hat es gekauft.Das war der Beginn einer intensiven, wechselhaften Beziehung zu meinen Schreibgeräten. (Inzwischen tippe ich aber blind.)

2. Wie lange arbeiten Sie im Durchschnitt an einem Buch, bis es fertig gestellt ist?
Oh, das ist unterschiedlich. Jugendbuch – ca. 350 Seiten – mit Vorarbeiten wie Recherche, Anlegen der Figuren und des groben Plots, Exposé, Abstimmung mit dem Lektorat – ungefähr drei bis vier Monate. Reine Schreibzeit davon: zwei bis drei Monate. (Wenn mein Brotjob wieder mehr Zeit frisst, komme ich nur abends zum Schreiben, dann dauert es halt länger.)

„Erwachsene“ Fantasy – das ist das nächste Projekt, das ich angehe, auch wieder: Da kalkuliere ich für ca 600 Seiten etwa drei bis vier Monate. Die Vorarbeit ist im Großen und Ganzen schon gelaufen, das muss ich jetzt nur noch wieder anwärmen und etwas genauer ausarbeiten.


3. Wo schreiben Sie am liebsten und was benutzen Sie dazu (Stift, PC oder Schreibmaschine)?
PC. Es geht nichts über ein schönes, entspanntes, flottes Tippen. Manchmal sind meine Finger schneller als mein Kopf, dann schreibe ich ein anderes Wort, als ich gedacht habe, weil das Körpergedächtnis eben dieses Wort besser kennt. (c:

Außerdem bin ich ein Computernerd der beinahe ersten Stunde. Trennt mich vom Internet und ich bekomme den Flattermann. Nehmt mir meinen Computer weg und ich werde zum Wolf.

Ich schreibe am liebsten an meinem Schreibtisch, denn da liegt auch alles herum, was ich noch so brauche: meine Notizbücher und meine Füller, meine Kaffeekanne, Schreibnüsse und/oder Schreiblakritz (es  geht nichts über Studentenfutter und Haribo ;-)), Wasser, eine oder zwei Katzen, die Handbibliothek.

Wenn ich mal outdoorschreibe, dann sitze ich gerne im Café und hab mein Moleskine dabei, meinen Lieblingsfüller und mein Netbook.


4. Haben Sie eine bestimmte Tageszeit zu der Sie am liebsten und besten schreiben können?
Im Prinzip schreibe ich gerne morgens/vormittags, mache dann eine gründliche Pause und gehe abends noch mal dran. Weil ich aber tagsüber meist für meine Brötchen und das Katzenfutter arbeiten muss, habe ich in der letzten Zeit oft erst abends (gegen sechs, sieben Uhr) mit dem Schreiben angefangen, und das geht dann halt bis zwei oder drei Uhr morgens. Nachts zu schreiben ist toll, auch wenn man müde ist, weil die Welt um einen herum schläft. Es ist dunkel und still, kein Telefon, keine E-Mails, nur das Licht vom Monitor und der kleinen Schreibtischlampe. Das habe ich gern.
5. Wie kommen Sie auf die Geschichte in Ihren Büchern? Lassen Sie sich dabei durch andere Bücher oder sogar Filme inspirieren?
Aber natürlich. Alles ist Inspiration. Ich liebe Dokumentarfilme über exotische Tierarten, ferne Länder, geschichtliche Themen, Naturwissenschaften. Ich lese viel zu wenig für meinen Geschmack, weil ich schlecht gleichzeitig an etwas schreiben und ein Buch aus dem gleichen Genre lesen kann. Aber alle Bücher, die ich in meinem Leben gelesen habe (und das war eine Menge!) haben ein Sediment hinterlassen, einen fruchtbaren Boden, aus dem eine Menge keimen kann. Filme machen mich ungeduldig, ich werde nach einer halben Stunde hibbelig und möchte was anderes machen. Aber wenn mich ein Film fesselt, dann hat er auch Einfluss auf das, was ich schreibe. Nicht direkt, nicht sofort, aber viel später und oft, ohne dass ich es selbst bemerke. Menschen, Situationen, Landschaften, kleine Beobachtungen – das ist alles Futter für die Inspiration.

6. Welches Genre bevorzugen Sie in Ihren Büchern (Fantasy, Krimi usw.)?
Fantasy. Krimis lese ich für mein Leben gerne, aber ich konstruiere
Plots nicht minutiös, ehe ich anfange zu schreiben, sondern lasse
mich gerne selbst ein bisschen überraschen – und das funktioniert bei
Krimis eher nicht. Glaube ich.
Ich denke, mir fällt einfach im fantastischen Bereich mehr ein.
7. Sind die Charaktere in Ihren Büchern fiktiv oder sind sie lebenden Personen nachempfunden?
Das ist schwer zu sagen. Ich stecke natürlich selbst in meinen Figuren – das lässt sich nicht vermeiden. Manchmal (aber eher bei Nebenfiguren) orientiere ich mich an real existierenden Vorbildern, aber nur als Initialzündung. Sie verändern sich dann während des Schreibens von ganz allein. Also: Fiktiv. Mit Anleihen an die Realität.

8. Wie sind Sie an Ihren Verlag gekommen und welches war ihr erstes Buch?
„Ellorans Traum“ – das war mein absolut erstes Manuskript. Ich habe es an vier oder fünf Verlage geschickt (genaugenommen hat das sogar eine Freundin für mich gemacht, weil ich mich nicht wirklich getraut habe. Mein erstes Manuskript! Hallo?!) Und der Heyne-Verlag hat dann zugesagt. (Dafür bin ich Friedel Wahren heute noch dankbar!)
9. Welches war/ist Ihr bisher erfolgreichstes Buch?
In Verkaufszahlen oder in Rückmeldungen? Vom Verkauf her müsste das „Elbenzorn“ gewesen sein. Das rundum beste Feedback habe ich bisher auf den „Nebelkönig“ bekommen. Und ich hab ein paar Fans der ersten Stunde, die finden, ich sollte noch mal so was wie „Elloran“ oder „Anida“ schreiben. (c:

10. Wieviele Seiten schaffen Sie so im Durchschnitt an einem Tag zu schreiben?
Im Durchschnitt – muss ich mal rechnen – das dürfte so zwischen sechs und sieben liegen. Vielleicht etwas darüber. Ich bemühe mich, keinen Tag unter sechs Seiten zu bleiben, aber manchmal fällt ein Tag aus (im letzten Monat waren das zwei), das versaut dann den Schnitt. Na gut, dafür hab ich auch Tage mit zehn oder mehr Seiten Output. Die sind dann aber so gut wie abgabefertig.
11. Was machen Sie, wenn Sie gerade eine Schreibblockade haben?
Das hatte ich, ziemlich lange sogar. Inzwischen weiß ich aber, dass es keine Schreibblockaden gibt, sondern nur dumme Ausreden. <g> Ich versuche, im Fluss zu bleiben. Wenn man einfach schreibt, löst sich jeder Knoten ganz flott.
12. Wer darf Ihr Buch als erstes lesen und wann zeigen Sie es zum ersten Mal jemanden?
Meine Freundin liest mit, jeden Tag das, was ich produziert habe. Ihre Anmerkungen und Kommentare sind sehr wichtig für mich, weil mir natürlich – bei aller Routine, die ich inzwischen auch habe – immer ein bisschen die Außensicht fehlt. Dann gibt es Betaleserinnen aus meiner Autorengruppe (die 42er-Autoren). Insgesamt sind es aber zwei, höchstens drei Leute, die mitlesen. Das fertige Manuskript wandert immer sofort ins Lektorat, darauf freu ich mich immer. Es macht Spaß, an einem Manuskript dann noch mit dem Verlag zu arbeiten.

13. Wie kritisch sind Sie mit Ihren eigenen Büchern? Gefallen Ihnen alle Bücher, die Sie geschrieben haben?
Ich bin mega-kritisch, und ich würde am liebsten alles noch mal überarbeiten. Zufrieden bin ich eigentlich nie wirklich. Aber man muss irgendwann auch mal loslassen können. (Aber ich mag meine Bücher, das wäre ja sonst schrecklich. Es sind meist nur Details, die mir nicht komplett gefallen, nicht das ganze Buch.)


14. Wann können wir ein neues Buch von Ihnen erwarten und haben Sie
dafür schon einen Titel?

Im Februar erscheint „Sturm im Elfenland“ bei ArsEdition. Das ist sehr schön geworden, ich habe schon ein Exemplar im Regal stehen. Dann kommt im Sommer/Herbst ein Erwachsenentitel bei Piper heraus: Elidar, Magierin der Drachen. Auch ein „altes“ Projekt, ich freue mich sehr, dass ich es habe machen dürfen. Im Herbst dann wieder Ueberreuter, das „Zaubertheater“ – da weiß ich aber noch nicht, wie der endgültige Titel lauten wird. Dann habe ich drei weitere Titel in Arbeit (ebenfalls Ueberreuter, ArsEdition, Piper), 2012 ist also auch schon gesichert. 😉

15. Möchten Sie noch etwas an meine Blogleser richten, was unbedingt noch gesagt werden muss? Wenn ja, dann haben Sie hiermit die Möglichkeit, diesen Platz zu nutzen.
Oh, Freestyle. <g> Na, was soll ich sagen? Lest, dass die Schwarte kracht, Leute, es gibt nichts Schöneres. Seid bitte nicht immer so schrecklich streng mit euren Autorinnen, die reißen sich nämlich den Allerwertesten auf und tippen sich die Finger blutig, damit was Schönes auf dem Papier erscheint. Und kauft euch einen E-Book-Reader, die Dinger sind genial. (Ich habe seit zwei Wochen so was und nehme den mit ins Bett und aufs … äh. <g>) Geniale Sache, die beste Erfindung seit den beweglichen Lettern. Danke fürs Zuhören und danke für deine Fragen, Nicole!

ENDE

Und hier möchte ich mich nun nochmal bei Susanne bedanken, ich finde du hast dir sehr viel Mühe mit der Beantwortung meiner Fragen gegeben und dadurch sind diese sehr ausführlich geworden. Mir gefallen deine Antworten super und du hast mich richtig neugierig auf deine neuen Projekte gemacht.  

Vielen lieben Dank nochmal!

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